Kotányi Brathuhngewürz – oder die Geheimwaffe gegen „Essthetik“

Charlotte Hagera3 Marketing, Blog, Werbung

@ comrecon

„Wer Nahrungsmittel herstellt oder verkauft, bearbeitet sie zielbewusst so, dass sie zum Essen und Trinken einladen, Frische oder Haltbarkeit anzeigen, einen hohen Wert ausdrücken bzw. ein erstrebenswertes Image versprechen.“ so Roland Posner und Nicole M. Will in ihrem Aufsatz über „Kulinaristik als Kultursemiotik“. Ist das auch so im aktuellen Kotányi Sujet?
Österreich als quasi Land des Brat- und Backhendls legt höchsten Wert auf knusprigste Haut und saftigen Fleischgenuss. Das stellt somit ein Grundbedürfnis des Hendlzubereiters dar.
Die „Saftiges Brathuhn“-Gewürzmischung wurde bereits im …

Die Travestie der Bank Austria – Cashback und Conchita Wurst im Zwiespalt

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© Bank Austria

Die Bank Austria versucht derzeit, mehrere Botschaften an Frau und Herren Österreicher zu übermitteln. Da ist die Initiative „Gemeinsam für ein besseres Miteinander“, weiters der Claim „Das Leben ist voller Höhen und Tiefen. Wir sind für Sie da.“ und das neue Produkt der Cashback Card. Um den Botschaften mehr Ausdruck zu verleihen, hat man sich ein bekanntes, aber auch polarisierendes Testimonial gesichert: Conchita Wurst.
Conchita Wurst ist die personifizierte Botschafterin von Liebe, Respekt und Toleranz, wie sie in einem Video im …

Employer Branding bei und mit den Marketing Natives #mnvienna

Charlotte HagerBlog, HR

Rückblick: Marketing Natives Event #2
Unter dem Motto „In 4 einfachen Schritten den perfekten Mitarbeiter zusammensetzen“ stand das zweite Marketing Natives Event am 26.05.2014 in der neuen Location im T-Center in Wien. 5 SpeakerInnen aus 4 Unternehmen gaben Einblick zu den Themen „Internal Communications & Employer Branding“.
Weg mit dem Chef!
Zuerst wagte Jürgen Erbeldinger von der deutschen Unternehmensberatung Partake einen Blick in die Zukunft und stellte die Frage, ob Arbeitgebermarken, Employer Branding und Marketing in Zukunft überhaupt noch relevant sind? …

Mannleitung – die Entmännschlichung der Marke Dove

Charlotte HagerBlog, Semiotik, Werbung

Dove, die Marke, die seit Jahren mit Authentizität, menschlicher Natürlichkeit und Echtheit wirbt, bricht mit den Werten und begibt sich in eine fiktive Welt. Der Mann wird reduziert auf eine skizzierte Darstellung, die sich ruckartig wie ein Roboter bewegt. Jegliche Menschlichkeit ist ihm genommen. Das Deo erscheint hierbei wie das Öl für den Blechmann, damit er sich bewegt und die Arme nicht abfallen, wenn man aufs Ölen vergisst.

Adressiert ist die Botschaft an Männer – bloß welche? Die Botschaft richtet sich an …

Das Magazin NEWS verspricht am Cover: Bescheidene Adventszeit

Charlotte Hagera3 Marketing, Blog, Design

Jede Zeitschrift strebt neben Unverwechselbarkeit und sofortiger Wiedererkennbarkeit in Layout und Design die Aktivierung ihrer Zielgruppe an. Um die Aufmerksamkeit des Adressaten zielsicher zu erwecken, stehen Werte und Bedürfnisse im Vordergrund, die im Wesentlichen durch Magazin-Name, Logo, Typografie und der verwendeten Bildsprache, dem Coverfoto angesprochen werden. Durch das äußere Erscheinungsbild kann man auf den zu erwarteten Inhalt schließen.
Wir haben das Magazin-Cover von NEWS Nr. 47.2012 auf den Bedeutungsgehalt analysiert und konnten Botschaften identifizieren, die im Unterbewusstsein der Betrachter letztendlich ankommen.
NEWS …

ÖVP Werte-Kampagne: Worthülsen und Unglaubwürdigkeit

Charlotte Hagera3 Marketing, Blog, Semiotik, Werbung

Die aktuelle Werbekampagne der ÖVP (sie stammt von der deutschen Agentur Butter, die nach Screening in Österreich und Deutschland ausgewählt wurde) verdeutlicht die semantische Wirkweise von Aufbau, Struktur, Farben und Textbotschaften. Sechs unterschiedliche Botschaften werden vermittelt – „Werte aus Österreich“ in Verbindung mit Menschen. Hier nur sei nur ein Auszug angeführt.
Die Zeichen der Gesamtkampagne
Bei der Konzeption wurden eindeutig die Kriterien der Attraktivität berücksichtigt: Alle Darsteller weisen glatte Haut auf, Lächeln oder Lachen und haben auffällig symmetrische Gesichter. Das Ästhetische wirkt …

Das war der Neuromarketing-Kongress 2012

Charlotte HagerBranding, Marktforschung, Psychologie, Werbung

Das Thema des Kongresses 2012 in der BMW Welt in München lautete: Customer Experience Management.
Hier kommen Sie zum Programm und den Vortragenden des Tages: Kongress
Das Ziel des Tages und des Themas: Wie schafft man es, dass Einkaufserlebnisse im Gedächtnis verhaften und Erwartungen übertroffen werden?
Dr. Häusel sprach zum Auftakt über die Ebenen des Unterbewussten:

Biologisch genetische Programme – können wir nicht steuern, bemerken wir oft nicht (limbic), menschliches Gesicht ist wesentlicher Botschaftsträger.
Kulturelle/soziale Milieuerfahrungen: Entscheidungsstile sind bspws. in Europa …

Slogans und ihre Bedeutungskraft

Charlotte HagerBlog, Branding, Semiotik, Werbung

Marken haben ihn: einen Slogan. Der Ursprung des Wortes kommt aus dem Schottisch-Gälischen: ‚sluagh-ghairm’. Dies bedeutet ‚Volk’ und ‚Ruf’. Es ist der Ruf an die Mitglieder einer Gruppe, die in den Kampf zieht. Er ist quasi ein Schlachtruf einer Marke an ihren Clan, ihre Community. Er ist auch ein Versprechen, das auf Produktebene eingelöst werden muss. Slogans sollen klar aufzeigen, wofür man steht und auch eine klare Abgrenzung vom Rest der Marken-Welt herstellen. Und, er soll positive Emotionen und Bedürfnisse …

Weihnachtszeit – im Rausch der Zeichen

Charlotte HagerBlog, Branding, Semiotik

Advent und Weihnachten kreieren einen wahren Rausch der Zeichen und Symbole. Viele Zeichen und Symbole sind schon sehr alt, ihre Bedeutungen haben sich aber im Laufe der Zeit gewandelt bzw. sind sie teilweise auch in Vergessenheit geraten.
Heute kämpfen Christkind gegen Weihnachtsmann in der Werbung um die Gunst der Menschen. Die ursprünglich religiöse Bedeutung des Christkindes tritt in den Hintergrund. Das Christkind wird zum Substitut der Geschenke. Der Geschenkefluss richtet sich nach „brav“ und „nicht brav“ und die Verantwortung wird damit …

Faszination iPad

Charlotte Hagera3 Marketing, Blog, Branding, Design, Semiotik

Das iPad ist kein technologischer Fortschritt und dennoch wollen bzw. „müssen“ es so viele Menschen besitzen. Warum ist das so?
Der angebissene Apfel – das Logo von Apple – erinnert ein wenig an den Sündenfall. Man könnte meinen, dass der Apple-User vom Baum der Erkenntnis nascht. Frühere Kampagnen mit dem Claim „Think different“ haben dies stark untermauert. Mit Apple kann man sich selbst erschaffen, seine Individualität ausleben.
Das iPad verleiht dem User Macht und Freiheit: Dieser erschließt sich die Welt, wo und …