Wie entstehen Markenwelten?

Charlotte HagerBlog, Branding, Design, Marketing, Psychologie, Werbung

© Heineken

Zum Abschluss der diesjährigen VMÖ-Vorträge referierte Dr. Matthias C. Streicher von der Universität Innsbruck am 27.11.15 zum Thema: „Der sinnliche Konsument“. Hierbei ging es nicht darum, das Wort „sinnlich“ durch bedeutsame Worte aufzuladen, sondern um die konkrete Untersuchung, welchen Einfluss v.a. Haptik und Motorik neben den fünf Sinnen auf Kaufentscheidungen haben können. Außerdem stellte er die Frage, welche Kauf-/Konsum-Effekte durch Manipulationen auf der Wahrnehmungsebene ausgelöst werden können.
Wahrnehmungssysteme korrespondieren mit der Kognitionsebene („body cognition”)
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Psychophysische Semantik heißt, …

Codierung von Ritualen: der Adventskalender und die Neuropsychologie

Charlotte HagerBlog, Psychologie

Motiv eines Bild-Adventskalenders um 1920

Bedürfnisse entstehen, weil wir aus bestimmten Ritualen Erwartungshaltungen entwickeln. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit begegnen wir Brauchtümern und Ritualen wesentlich häufiger als sonst. Welche Bedeutung hat der Adventskalender aus heutiger Sicht und ist er nur für Kinder gemacht?
Die ersten Erscheinungsformen des Adventskalenders scheint dieser weihnachtliche Vorbote im 19. Jahrhundert in christlich-protestantisch geprägten Regionen zu haben. Grundsätzlich kann man zusammenfassen, dass bei uns die kalendarischen Adventkalender am häufigsten verbreitet sind: Sie zählen die Tage zwischen dem 1. Dezember und dem Heiligen Abend.
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Die Metaphorik der Angst: Neuer TV-Spot für das Österreichische Rote Kreuz

Charlotte Hagera3 Marketing, Blog, Semiotik

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Die semiotische Bedeutungsanalyse zeigt, dass der Spot durch die Dramatik des „Nicht-Gezeigten” besonders eindrucksvoll wirkt!
Die Kampagne der Agentur Zum goldenen Hirschen für das Österreichische Rote Kreuz setzt auf die Kraft der Ideodynamik: Als Ideodynamik werden durch Gedanken ausgelöste Körperreaktionen bezeichnet – das können neben motorischen auch sensorische, emotionale und mentale Reaktionen sein. Der Spot mit dem kleinen Mädchen allein im Garten löst sensorische Reaktionen in uns aus: die Angst, dass etwas passieren könnte. Nur: Warum?

Zu Beginn des Spots werden wir mit der Kamera durch einen großen, parkähnlichen Garten …